Sein Herzensprojekt, untrennbar mit seinem Schaffen verbunden, war zweifelsohne Mozarts Requiem: ein Werk, das er jährlich zur Aufführung brachte und das ihm zu Ehren seine Spatzen an diesem Abend erklingen lassen. Diese letzte Komposition Mozarts aus dem Jahr 1791 entstand im Auftrag eines Wiener Grafen und wurde von Franz Xaver Süssmayr vollendet. Das Werk ist ein Kaleidoskop menschlicher Empfindungen im Angesicht des Todes: Trauer und Trost, Wut und Hoffnung, die Schrecken des Jüngsten Tages und die Sehnsucht nach ewigem Frieden, umrahmt von der Bitte der Gläubigen um Seelenruhe für die Verstorbenen.

Bereichert wird das Programm durch Footprints des amerikanischen Komponisten Jake Runestad, ein erst im Vorjahr entstandenes Werk, das das Requiem überaus trefflich ergänzt. Runestad vertont darin Gedichte des lateinamerikanischen Dichters Humberto Ak'abal und kreist um eine einfache, tiefgründige Wahrheit: Jeder Schritt, den wir machen, trägt die Spuren derer, die vor uns gegangen sind, nicht als Geister einer vergangenen Zeit, sondern als Begleiter, untrennbar mit unserer Gegenwart verwoben. Es fällt schwer, in diesen Worten nicht einen Widerhall dessen zu erkennen, was Onkel Fritz für die Keplerspatzen bedeutet.

Den festlichen Auftakt bildet David Willcocks' Sing!, ein jubelndes Chorstück über Charles-Marie Widors berühmte Toccata und eine Bekräftigung dessen, wofür Onkel Fritz zeitlebens stand: die Freude am gemeinsamen Singen.

Wir laden herzlich ein, an diesem Abend gemeinsam unseres Onkel Fritz zu gedenken, und hoffen, dass möglichst viele mitfeiern.